Raus aus der Schreibblockade: 27 Tipps gegen Schreibblockaden von Autoren für Autoren

Raus aus der Schreibblockade – Das sind EURE Tipps!

Eines meiner Ziele für 2022 war es, enger mit anderen aus der Buchbranche zusammenzuarbeiten. Da habe ich mir für meinen nächsten Blogartikel überlegt, die Fragestellung einfach an die Community auf Instagram und Twitter zu übergeben. Und mei, wart ihr fleißig! Ich bin kaum hinterhergekommen, alle eure Tipps, Anregungen und Gedanken aufzuschreiben, die ihr zum Thema Schreibblockaden habt.

Schreibblockade: Mit diesen Tipps von Autoren für Autoren findest du einen Weg aus der Schreibblockade

Das hier ist also das Ergebnis eures Engagements: Ein Blogbeitrag mit vielen wertvollen Tipps, wie man aus einer Schreibblockade herauskommt.

Die Schreibblockade – ein teetrinkendes Monster

Jeder kennt sie, jeder hasst sie, jedem graut es vor ihr: die unheimliche Schreibblockade. Sie ist schon gruselig, wenn sie sich nur langsam heranschleicht, wenn sie die Finger nicht mehr so flüssig über die Tasten gleiten lässt. Plötzlich stockt es – zuerst in einem Absatz, dann der nächste Satz. Und ehe du dich versiehst, drückst du deinen PC zum Abschied noch einmal ganz fest an dich, bevor du ihn mit Schwung aus dem geöffneten Fenster beförderst, weil du NUR NOCH BOCKMIST ZUSTANDE BRINGST!

Und täglich grüßt die Schreibblockade – und lacht sich ins Fäustchen. Doch sie jagt dir erst dann so richtig einen Schrecken ein, wenn sie es sich neben deinem Schreibplatz gemütlich macht. Sie kocht sich täglich einen Tee, kuschelt sich in ihre Lieblingsdecke ein und starrt dich dabei so lange an, bis dir das Blut in den Fingern gefriert und du den größtmöglichen Abstand zur Tastatur einnimmst, der dir nur möglich ist.

Jetzt ist die Frage: Wie wirst du dieses stierende, teetrinkende Monster wieder los, das deine kreative Quelle verstopft?

Die Schreibcommunity auf Instagram und Twitter hat für dich ein paar hilfreiche Tipps zusammengefasst:

Finde den Grund für deine Schreibblockade

Ein sehr häufiger Kommentar vieler der Buchcommunity war, dass eine Schreibblockade beginnt, wenn man einen Knoten im Plot hat. Die Geschichte funktioniert ab einer bestimmten Stelle nicht, weil man sich in der Handlung verlaufen hat. Stelle dir also die Frage: Wo hast du Krümel hinterlassen, die dich aus dem dunklen Irrwald wieder herausführen?

  • Blockaden sind Zeichen, dass etwas an der Geschichte nicht stimmt, gehe auf Spurensuche nach dem Knackpunkt (Laura auf Instagram @Ishelbig)
  • Gefällt dir nicht die Richtung, in die der Plot geht? Überlege, welche Geschichte du wirklich schreiben willst und ab wann es in die falsche Richtung ging (Sophie auf Twitter @SophisterBlack)
  • Schreibblockaden können auch aus privaten Gründen entstehen: Konzentriere dich erst auf dein Privatleben und bringe das in Ordnung, um zurück in den Schreibfluss zu kommen (Francis auf Twitter @Buchbummelant)

So kommst du aus der Schreibblockade heraus

Schreibe, auch wenn es Bullsh*t ist – so oder ähnlich motiviert sich die Buchcommunity, aus der Schreibblockade wieder herauszukommen. Schreib, was das Zeug hält, auch wenn nichts Gescheites dabei herumkommt. Schreib, als würde es niemand lesen.

  • Schreibe, auch wenn es der größte Bockmist ist (Carolina auf Instagram @carolinasturm_autorin und Ben auf Twitter @Kulturhooligan )
  • Sieh diesen Bockmist als Vorübung an für die genialen Texte, die du überarbeitet haben wirst (Yvonne auf Twitter @Rezensionsnerd1)
  • Reflektiere und schreibe eine Karte zu jeder Szene, brainstorme Ideen zu jeder Szene (Jordi auf Twitter @ElAlemanErrante)
  • Schreibe alle deine Gedanken auf, die dir in den Sinn kommen. Sie können deine Perspektive wechseln und sich zusammensetzen wie zu einem Puzzle, bei dem das letzte Teil gefehlt hat (Nella auf Twitter @NBeinen)
  • Oder schreibe an etwas anderem, Projektbezogen oder nicht, z.B. Fanfiction über die Charaktere deines stockenden Projekts (Andy auf Twitter @MohreAndy)
  • Oder schreibe ein Gedicht (Carolina auf Instagram @carolinasturm_autorin)
  • Oder eine Kurzgeschichte (Frank auf Twitter @ThrillerAutor)
  • Schreibe einen Tagebucheintrag, warum du diese Geschichte überhaupt schreiben willst (Holly auf Twitter @DieSchreibseele)
  • Erinnere dich, was dich an der Geschichte begeistert (Iris auf Twitter @IrisVilliam)
  • Tausche dich mit Freunden aus – der Blick von Dritten auf die Story kann helfen (Sam @Freibeuterstory und Gabriella @QueenlyWriting auf Twitter)
  • Nimm einen Ortswechsel vor: Küche statt Büro, Café statt Zuhause (Mirjam auf Twitter @MirjamWicki)
  • Schalte komplett ab:
    • Höre atmosphärische Musik (Kera und Robert auf Twitter @RunenHexer)
    • Höre Musik, die zu deiner Stimmung passt (@uberlauferin auf Twitter)
    • Gehe baden oder duschen, mach eine längere Zugfahrten und finde Ruhe– oder mach einen Kurztrip nach Rom 😉 (Tina auf Instagram @autorenblog_tinawurmbrand)
    • Film oder Serie gucken – einfach mal nicht ans Schreiben denken (Thomas auf Twitter @Twilliamwrites)
  • Du kannst dich auch einfach in den Allerwertesten treten (Jenny auf Instagram @jenny.rubus)
  • Vor allem, wer eine Deadline hat, muss sich wohl oder übel durch die Blockade hindurchboxen. Heißt, einfach irgendwas schreiben, das man schließlich (1.000 mal?) überarbeitet. Ein weißes Blatt lässt sich nicht überarbeiten (Alizee auf Twitter @AlizeeKorte)
  • Rotwein (oder jedes andere Ideengeneriende Getränk, das dir lieb ist) (Ben @Kulturhooligan)

Beuge einer Schreibblockade vor

Bevor du das Schreibblockaden-Monster zu dir zu einer Tasse Tee einlädst, gibt es Möglichkeiten, es erst gar nicht durch die Tür und in die Nähe deines Schreibtisches kommen zu lassen.

  • Gebe der Blockade erst keinen Raum – rede nicht so viel über sie (mach es dir nicht gemütlich mit ihr), sondern schreibe, recherchiere. Für Tini von @TiniWider gibt es keine Schreibblockade, nur Figuren- oder Strukturprobleme
  • Beende eine Schreibsession immer an einer Stelle, bei der du definitiv weißt, wie es weitergehen soll. Dann fällt dir der Einstieg beim nächsten Mal leichter (Tanja auf Twitter @TanjaHanika)
  • Sammle zu Anfang des Projekts Prämissen, Sätze, die hinter der Geschichte stehen und warum du die Geschichte schreibst. Diese kannst du dir immer wieder durchlesen (Kai auf Twitter @Thonxies7)
  • Lege bewusst eine Schreibpause ein, auch für mehrere Tage (Amalia @AZeichnerin)

Und zum Schluss noch ein guter Tipp von Cat (@CatHazels): Nimm dir Zeit! Die ganzen Tipps sind hilfreich und sie können dir ganz persönlich und individuell helfen, deine Schreibblockade zu lösen. Doch es wird nicht von heute auf morgen besser werden. Mach Pausen, sammle Input und entspann dich.

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2 Kommentare zu „Raus aus der Schreibblockade: 27 Tipps gegen Schreibblockaden von Autoren für Autoren“

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Mirjam-Sophie Freigang